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Am 22.11 und 23.11.2025 habe ich meine Gemälde das erste mal einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen können.

Meine bisherigen Einzelausstellungen waren stets selbst organisiert, in eigenen Räumen. Von daher war die Besucherzahl jeweils überschaubar. Die meisten Freunde und Bekannte kennen meine Art zu malen seit Jahren, die wenigen (verirrten?) Zufallsgäste zeigten sehr gemischte Reaktionen. Da war kaum eine Tendenz außer "beeindruckend" auszumachen.

Entsprechend aufgeregt habe ich den Lichttagen entgegengesehen. Übernächtigt und von einer leicht fiebrigen Erkältung gebeutelt, aber extrem gespannt auf Reaktionen.

...und die blieben nicht aus.

Ich hatte insgesamt weit mehr positiven Zuspruch als ich erwartet hatte.

Das ich mit meinen Arbeiten auf einem richtigen Weg bin, haben mir schon die vielen Ausstellungsbeteiligungen der letzten Jahre gezeigt. Auf die Fülle an Komplimenten war ich trotzdem nicht vorbereitet.

Das in die Begeisterung auch Kritik mit einfloss musste ich erst verdauen. Meine Bilder seien großartig gemalt, hätten aber trotz der Farbigkeit oft etwas Düsteres oder gar Bedrohliches.

So etwas nehme ich mir natürlich zu Herzen und habe auch lange darüber nachgedacht.

Nun, ich male keine Blumen* und Landschaften sind bei mir oft zum Background degradiert.

Was mich fesselt, ist der Mensch. Das Mensch sein. Mit allem, was uns ausmacht. Selbst wenn ich dafür seltsame Umwege über Tierköpfe gehe, steht der Mensch bei mir im Zentrum. Auch der Esel ist ja nur eine Metapher für eine Grundhaltung, die ich mir bei vielen Menschen wünschen würde.

Die Zeiten sind nicht einfach. Für die wenigsten von uns. Wen es finanziell nicht beutelt, macht sich zumindest Sorgen beim Blick in die Welt. Ich kann den Lauf der Welt nicht beeinflussen, aber ich kann ihm trotzig meine Farben entgegenstrecken und ihm sagen: Bis hierhin, aber danach geht's bunt weiter...

Den aktuellen Lauf der Dinge lasse ich aus meinen Bildern in der Regel bewußt heraus**. Beim Malen arbeite ich an meiner heilen Welt - nicht im Sinne von "Friede, Freude, Eierkuchen" sondern an Werten orientiert.

Das mag manchmal auch einen düsteren Zug haben. Aber so ist der Mensch. So sind wir.


Begeistert und Überwältigt.

Das war der generelle Tenor. Mein Fehler. In meinem jugendlichen Überschwang wollte ich dann viel zeigen und das war vielleicht (sicher sogar) zu viel. Da muss ich dazulernen...

*Tatsächlich gibt es von mir auch Blumenbilder - meine "floralen Diven" stammen aus einer Serie die ich vor 8 Jahren gemacht habe. Aber auch die haben in ihrer Schönheit etwas "düsteres?". Ich habe mich auf den Vorgang des Dahinwelkens konzentriert...

**Es gibt Ausnahmen: "Deep into the Rabbithole" - Persönliche Reflektionen - zugegeben ein verstörendes Bild - aber das war ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedacht.

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